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Angedacht KW 18 - Marienmonat Mai

Angedacht KW 18 - Marienmonat Mai

Remshalden 28. April 2026

Marienmonat Mai

 

„Ich sehe dich in tausend Bildern … 

Doch keins von allen kann dich schildern, 

Wie meine Seele dich erblickt.“ (Novalis)

Maria erscheint hier nicht als ferne Idealfigur, sondern als eine Wirklichkeit, die sich nicht festlegen lässt. Eine gesunde Marienverehrung bleibt genau hier: Sie bleibt schlicht, unaufdringlich und verliert sich nicht in äußeren Formen, sondern weist über sich hinaus. Maria steht nicht im Mittelpunkt um ihrer selbst willen, sondern als Wegweiser – auf Gott hin und auf das Leben in seiner Tiefe.

Zugleich gehört dazu der Gedanke, dass Maria für die Menschen bei Gott eintritt. Als Fürsprecherin trägt sie das, was uns beschäftigt – Sorgen, Bitten, Dank – vor Gott. Das eröffnet eine konkrete, alltagstaugliche Form des Glaubens: nichts muss unausgesprochen bleiben, nichts ist zu klein, um vor Gott gebracht zu werden.

Mit Maria den Alltag zu leben, bedeutet daher nicht, etwas Zusätzliches leisten zu müssen, sondern den eigenen Tag bewusst zu gehen: Entscheidungen nicht nur aus dem Moment heraus zu treffen, sondern im Vertrauen; Schwierigkeiten nicht nur als Last zu sehen, sondern auch als Ort, an dem Begleitung möglich ist; kleine Freuden wahrzunehmen und weiterzugeben. Diese Haltung ist leise, aber tragfähig.

Dazu passt der Mai mit seinem Aufblühen: Knospen öffnen sich, Farben kehren zurück, alles wirkt leichter und lebendiger. Dieses Wachsen geschieht ohne Aufsehen – und genau so kann auch Glaube im Alltag Gestalt annehmen: unaufdringlich, aber wirklich.

So wird der Marienmonat Mai zu einer Zeit, in der sich äußeres Aufblühen und gelebter Alltag verbinden – im Vertrauen darauf, dass dieser Weg nicht allein gegangen werden muss.

Pace e bene

DiR Bernd-Günter Barwitzki, OFS

Angedacht KW 16 - Geheimnis des Glaubens

Angedacht KW 16 - Geheimnis des Glaubens

Remshalden 14. April 2026

Geheimnis des Glaubens

 

Das Glaubensgeheimnis erschließt sich nicht durch fertige Antworten, sondern im gemeinsamen Unterwegssein. Es öffnet sich dort, wo Menschen miteinander ins Gespräch kommen – respektvoll, aufmerksam und mit der Bereitschaft, voneinander zu lernen.

 

Wir sind auf diesem Weg nicht allein. Im Dialog, auch mit denen, die anders denken oder glauben, wächst und reift unser eigener Glaube. Manches wird neu entdeckt, anderes vertieft sich, vieles wird reicher, als wir es allein je hätten erfassen können.

 

Glaube lebt nicht von starren Formen oder bloß automatisierter Praxis. Was uns mit der über 2000-jährigen Tradition verbindet, ist gerade das immer neue Bedenken, das Fragen, das Suchen – und das gemeinsame Innehalten.

 

Die Emmaus-Erzählung zeigt uns diesen Weg: Im Gespräch, im Teilen von Erfahrungen und im gemeinsamen Deuten wird Christus gegenwärtig. Erst im Miteinander gehen den Jüngern die Augen auf.

 

So bleibt das Glaubensgeheimnis kein verschlossener Schatz, sondern ein lebendiger Prozess – erschlossen im Dialog, getragen von Gemeinschaft und immer neu geschenkt auf unserem Weg.

Pace e bene

DiR Bernd-Günter Barwitzki,ofs

 

 

Angedacht KW 12 - Gott in der Stille neu begegnen

Angedacht KW 12 - Gott in der Stille neu begegnen

Remshalden 17. März 2026

Gott in der Stille neu begegnen

Unser Alltag ist oft erfüllt von Terminen, Erwartungen und vielen Gedanken, die uns begleiten. Zwischen Verpflichtungen, Sorgen und vielleicht Ängsten entsteht leicht eine innere Unruhe. Manches fordert unsere Aufmerksamkeit so stark, dass kaum Raum bleibt, um still zu werden und nach innen zu hören. Gerade in solchen Zeiten lädt uns der Glaube ein, bewusst innezuhalten und unseren Blick neu auszurichten – weg von der Hast des Alltags, hin zu Gott, der uns trägt und begleitet.

Die Fastenzeit erinnert uns daran, dass das Wesentliche unseres Lebens nicht im Sichtbaren und Messbaren liegt. Gottes Gegenwart zeigt sich oft nicht im Lauten oder Spektakulären, sondern im Stillen und Unscheinbaren. Er ist da – im leisen Gebet, in einem Augenblick der Ruhe, in einer Begegnung, die unser Herz berührt. Wer sich dafür öffnet, entdeckt: Gott geht unsere Wege mit, auch dann, wenn wir ihn nicht sofort wahrnehmen.

Diese Tage können eine Einladung sein, die Stille wieder neu zu suchen. Vielleicht genügt ein kurzer Moment des Innehaltens, ein bewusst gesprochenes Gebet oder ein dankbarer Blick auf das, was uns geschenkt ist. In solchen Augenblicken kann unser Herz weit werden und empfänglich für die leise Stimme Gottes.

Die Erfahrung vieler Glaubender zeigt: Wer Gott Raum gibt, erfährt neue Kraft. Seine Nähe schenkt Orientierung, wenn Wege unklar erscheinen, Hoffnung, wenn Zweifel aufkommen, und Frieden, der tiefer reicht als unsere Unruhe. Gerade in der Stille kann sich diese Gegenwart entfalten.

DiR Bernd‑Günter Barwitzki, OFS

Angedacht KW 14 - Das Licht Christi

Angedacht KW 14 - Das Licht Christi

Remshalden 31. März 2026

Das Licht Christi

 

Ostern ist das Fest des Lichts, das die Dunkelheit durchbricht. Die Auferstehung Jesu Christi steht für neues Leben und für die Gewissheit, dass ein Ende nicht das Letzte bleibt, sondern in einen neuen Anfang münden kann.

 

„Lumen Christi“ – das Licht Christi – ist mehr als ein religiöses Zeichen. Es verweist auf Hoffnung, auf Erneuerung und auf die Zusage, dass Leben Bestand hat. Für Christinnen und Christen ist Ostern der Mittelpunkt ihres Glaubens: die Feier der Auferstehung und des Lebens über den Tod hinaus.

 

Gerade heute gewinnt diese Botschaft besondere Tiefe. Sie stellt der Erfahrung von Endlichkeit, von Brüchen und Abschieden die Perspektive entgegen, dass Leben sich wandeln kann. Die Auferstehung zeigt, dass selbst dort, wo Grenzen sichtbar werden, ein neuer Anfang möglich ist – nicht als Vertröstung, sondern als tragende Hoffnung.

 

So spricht Ostern von einer Hoffnung, die über den Augenblick hinausweist und dem Leben eine neue Weite gibt.

 

Wir wünschen allen Bürgerinnen und Bürgern in Remshalden ein gesegnetes und hoffnungsvolles Osterfest.

Pace e bene

DiR Bernd-Günter Barwitzki,ofs

Impuls der Woche KW 48 - Gott ist in unseren Tränen

Impuls der Woche KW 48 - Gott ist in unseren Tränen

Remshalden 25. November 2025

 

 

  1. St. Martinsritt am 11.11.25
  2. „60 Jahre St. Michael“
  3. Tiersegnungsfeier in St. Elisabeth Geradstetten
  4. Impuls der Woche KW 41 - Friedensstifter und Schutzpatron der Schöpfung

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