Impuls der Woche, Nr. 2 - DU

Neue Wege zu gehen macht oft Sorgen, ja sie können ängstigen. Wie kann sich eine Kirche hinter der Maske des Zweifels verstecken. Sie hat den Auftrag, Leben im Sinne Jesus zu gestalten: solidarisch, gewaltfrei, transparent, zum Wohle vor allem der Kleinen und Zukurzgekommenen. Halbherzigkeit ist nicht gefragt. Die Kirche hat die Aufgabe, sich an den Menschen am „DU“ zu orientieren und die frohe Botschaft zu verkünden. Das DU groß zu schreiben ist eine Forderung an uns alle und orientiert sich am DU der alleinerziehenden Mutter oder des alleinerziehenden Vaters, am DU des jungen Mannes in Abschiebehaft, am DU meines Gegenübers.

DUBild:  IBB2019

Das DU groß zu schreiben ist eine Forderung an alle in unserer Gesellschaft. Das ICH wird aufgeplustert, Andersdenkende werden niedergemacht. Selbst fromme Christen lassen oftmals den Respekt vor dem DU vermissen, bis hinauf zur vatikanischen Glaubenskongregation, die in dieser Woche nichts Besseres zu tun hatte, als homosexuellen Christen den Segen für ihre Partnerschaft zu verweigern. „Responsum ad dubium“ (Antwort auf einen Zweifel) lautet ihr Schreiben.

Nein, es gibt keinen Zweifel: Es kann nicht im Sinne Jesu sein, Menschen den Segen zu verweigern. Jesus hat Menschen gesegnet, weil sie Menschen sind: Juden und Andersgläubige, Gerechte und Sünder, Zöllner und Geschädigte.

Das DU – jedes DU – gehört großgeschrieben, denn wir gehen weit hinter ihm, dessen Namen zu Recht großgeschrieben wird: CHRISTUS.

PACE E BENE                                                 Ihr Br. Konrad (Bernd-Günter Barwitzki)

Kontakt: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!


Drucken   E-Mail