Impuls der Woche: Bruder Esel

Das Motiv des Palmsonntags, an dem Jesus auf einem Esel reitend in die Stadt Jerusalem einzieht, lädt dazu ein, ihm auch heute auf den Straßen unseres Lebens zu begegnen.

Esel
Esel vor den Toren Jerusalems                                              Foto IBB2018

 

Nun sind in diesen Tagen die Straßen unserer Städte häufig menschenleer. Zurückgezogen in die Häuser und Wohnungen warten wir gespannt und oftmals wütend, was kommt. Wir hoffen, dass wir vom Coronavirus verschont werden.

Jesus auf einem Esel reitend. Der Esel ist ein nützliches Tier, denn er hat sich in hohem Maße dem angepasst, was wir von ihm erwarten. Esel sind duldsam, sie halten viel aus und tragen schwere Lasten. Esel sind störrisch.

Franz von Assisi nannte seinen Körper "Bruder Esel". Wir ahnen die Einsicht des Heiligen: nämlich in die Esel - Natur des Menschen. Jesus lässt die Jünger im Palmsonntagsevangelium auf die Frage antworten, warum sie den Esel losbinden: "Der Herr braucht ihn"! Gott braucht uns. Er kennt unsere Ängste und trägt sie mit.

Jesus reitet auf einem Esel. Gott und das Menschsein sind nicht zu trennen. Leib und Seele gehören zusammen. Leben ist mehr als Gesundsein. Gott bannt unsere Todesängste. Es wird Ostern werden: Hoffnung keimt auf.

Mit Dorothe Sölle können wir beten:

"Lass mich Dein Esel sein, Christus....Christus kommt nicht anders als durch solche Esel wie dich und mich....Wenn wir glauben, dass Christus einreiten kann, heute, dass Leute ihn verstehen, dass er sich vermitteln lässt in unser Leben,...dann nur durch uns".

PACE E BENE IHR Br. Konrad

Bernd-Günter Barwitzki, Kontakt: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

Eucharistische Anbetung am Gründonnerstag

Deine Verlassenheit verfolgt mich. Ich will sie abschütteln, aber es geht nicht. Herr Jesus, ich will aushalten, auf dich schauend.

Donnerstag, 1. April, St. Michael, 15.00 Uhr.


Drucken   E-Mail