Impuls der Woche - SchöpfungsZeit – UmkehrZeit

Der Klimawandel hat schon begonnen. Die schlechte Nachricht: Wir können ihn nicht vollständig aufhalten! Die gute Nachricht: Wir können ihn, wenn wir international zusammenarbeiten, verlangsamen. Dazu muss sich im Alltag viel verändern. Weltweit müssen die Menschen nachhaltiger leben.

Die Bewahrung der Schöpfung beginnt in den Augen von Papst Franziskus mit einer Neuausrichtung der Menschen: Wenn „die äußeren Wüsten in der Welt wachsen, weil die inneren Wüsten so groß geworden sind“, ist die Umweltkrise ein Aufruf zu einer tiefgreifenden inneren Umkehr.

 

Innere Umkehr

„Innere Umkehr im Zeichen des Kreuzes“.         Foto: St. Franziskus, Kempraten      

So fordert Papst Franziskus, Papst Benedikt XVI zitierend, eine umfassende ökologische Umkehr. An die Christen gerichtet, macht er deutlich, dass der Einsatz für das „gemeinsame Haus“ zentral zu einem christlichen Leben dazu gehört: „Die Berufung, Beschützer des Werkes Gottes zu sein, praktisch umzusetzen, gehört zu einem tugendhaften Leben; sie ist weder etwas Fakultatives noch ein sekundärer Aspekt der christlichen Erfahrung“ (LS 217). Er gibt einige praktische Beispiele, wie das im Alltag aussehen kann: „Es ist sehr nobel, es sich zur Pflicht zu machen, mit kleinen alltäglichen Handlungen für die Schöpfung zu sorgen. Öffentliche Verkehrsmittel zu benutzen, die Einschränkung des Wasserverbrauchs, die Vermeidung des Gebrauchs von Plastik und Papier, unnötige Lampen auszuschalten…All das gehört zu einer großherzigen und würdigen Kreativität, die das Beste des Menschen an den Tag legt“. (LS 211)

Kleine Alltagsgesten können so durch eine achtsame innere Haltung eine tiefe Bedeutung bekommen: „Etwas aus tiefen Beweggründen wiederzuverwerten, anstatt es schnell wegzuwerfen, kann eine Handlung der Liebe sein“ (LS 211). Jeder Mensch ist berufen, auf seine persönliche Art an der Bewahrung der Schöpfung, an der Gestaltung der Erde mitzuarbeiten.

 

Schönheit

„Schönheit der Schöpfung“                                                                Foto: Andrea Mayer

Sinn unseres Daseins ist es: in sich, um sich, in seinem weiteren oder engeren Umfeld die „Welt“ im Jetzt und Hier auf seine ganz persönliche Weise zum Kosmos hin zu vollenden nach Gottes Traum und Bild, von seinem Geist angeregt, erleuchtet und geführt. (GA 7, S.205)

Papst Franziskus, als Jesuit ein pragmatisch ausgebildeter Naturwissenschaftler, sieht neben der persönlichen inneren Umkehr der Einzelnen, auch die Notwendigkeit einer „gemeinschaftlichen Umkehr“: „Allerdings ist es zur Lösung einer so komplexen Situation wie der, mit der sich die Welt von heute auseinandersetzen muss, nicht genug, dass jeder Einzelne sich bessert… Auf soziale Probleme muss mit Netzen der Gemeinschaft reagiert werden“ (LS 219). Er richtet seine Enzyklika Laudato Si an „jeden Menschen, der auf diesem Planeten wohnt“ (LS 3).

Wir alle sind existentiell davon abhängig, dass unser Heimatplanet geschützt wird, damit er auch weiterhin unsere Lebensgrundlage bilden kann. So ruft Papst Franziskus alle Menschen auf, aus ihrer jeweiligen Lebenssituation sich mit ihren Talenten entsprechend zu engagieren.

Gebet

Zu mir stehen
mit beiden Füßen auf dem Boden stehen
 
Dich Gott als Grund
der trägt erfahren
 
mit jedem Atemzug
mich noch mehr
niederlassen
einlassen auf Dich
 
Du trägst mich auch durch
wenn die Angst vom Fallengelassenwerden
mich einholt
 
Du ermutigst mich
zu mir zu stehen
denn auch in der Not
bist Du bei mir
und befreist mich

 
 
 

PACE E BENE

Ihr Br.Konrad (Bernd-Günter Barwitzki)

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