Impuls der Woche - Alles, was atmet, lobe den Herrn!

Die Kirche erinnert im Monat Oktober an die Kraft des gemeinschaftlichen Gebets und ehrt Maria als die Königin des Rosenkranzes. Denn als Mutter Jesu führt Maria die betenden Menschen zur Betrachtung seines Lebens, seines Leidens und seiner Auferstehung – also jener Heilsereignisse, deren Zeugin sie selbst gewesen ist.

Im Laufe des Kirchenjahres durchschreiten wir die ganze Heilsgeschichte – die Geschichte Gottes mit uns Menschen. Was das Kirchenjahr im Großen will, das ermöglicht der Rosenkranz im Kleinen.

Leider betrachten viele den Rosenkranz als eine Gebetsform, die losgelöst vom gottesdienstlichen Leben der Kirche ein Nischendasein führt. In dieser Nische verkümmert das Rosenkranzgebet und verschwindet allmählich.

Durch das Betrachten des freudenreichen, lichtreichen, schmerzreichen, glorreichen und trostreichen Rosenkranzes wird das Geheimnis unserer Erlösung in Jesus Christus Tag für Tag unter dem liebevollen Blick Mariens lebendig erhalten.

Die freudenreiche, lichtreiche, glorreiche und trostreiche Mutter dargestellt in St. Elisabeth und St. Michael

 

 Maria Gera

St.Elisabeth                                                         

 

Maria Gb

St. Michael

Fotos: Andrea Mayer

 

Madonna der schmerzhaften Mutter im Gebetsgarten St. Michael

 

Pieta Gb

Foto: IBB

Mitte und Ziel des Rosenkranzgebetes ist Jesus Christus -  Gottes Sohn. Mit Maria schauen wir auf sein Leben, die Jesus begleitet bis zum Tod am Kreuz. An ihr wurde die Macht der Auferstehung sichtbar.

 

Rosenkranz

Der Rosenkranz, wenn er in seiner ursprünglichen Intention gebetet wird, ist weit entfernt davon, ein Herableiern der ewiggleichen Gebetsworte zu sein, was ihm von Kritikern gerne unterstellt wird. Für manche unter uns ist der Rosenkranz belastet. Er ist als unfreiwillig zugemutete Gebetsform in Familie und Pfarrei in schlechter Erinnerung und vielen wurde durch Zwang die Lust am Rosenkranzbeten abgewöhnt. Dies gilt es zu respektieren. Zudem ist der Rosenkranz zwar ein wertvolles Gebetsinstrument, aber eben doch nur eines von vielen!

Das Gebet will unsere eigene Menschwerdung unterstützen, indem wir durch unser Danken, Loben und Bitten immer mehr zu jenen Menschen werden, als die uns der himmlische Vater haben will. Ziel des Christseins und Ziel allen Betens ist: die Verwirklichung des Bildes Jesu in uns. Unser Gebet darf sich einfügen in eine lange Reihe von Beterinnen und Betern.

 

Am Ende die Rechnung

Einmal wird uns gewiss
die Rechnung präsentiert
für den Sonnenschein
und das Rauschen der Blätter,
die sanften Maiglöckchen
und die dunklen Tannen,
für den Schnee und den Wind,
den Vogelflug und das Gras
und die Schmetterlinge,
für die Luft,
die wir geatmet haben,
und den Blick auf die Sterne
und für die Tage,
die Abende und die Nächte.

Einmal wird es Zeit,
dass wir aufbrechen
und bezahlen.
Bitte die Rechnung.
Doch wir haben sie ohne den Wirt gemacht:
Ich habe euch eingeladen,
sagt der und lacht,
soweit die Erde reicht:
Es war mir ein Vergnügen!

Aus: Lothar Zenetti, Sieben Farben hat das Licht. Worte der Zuversicht. Matthias Grünewald Verlag 2006.

PACE E BENE

Ihr Br. Konrad (Bernd-Günter Barwitzki)

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