Angedacht - (Un)Glaube

Viele Menschen können nicht (mehr) glauben.
Nicht an Gott. Nicht an die Auferstehung. Nicht an eine Kirche, die für die Menschen da ist.
Es gibt aber auch andere Bereiche unseres Lebens, in denen Menschen der Glaube fehlt, z.B: dass sich die aktuelle Lage schnell verbessert, alle Impfwilligen bis zum Sommer eine Impfung bekommen oder dass es so ein Virus überhaupt gibt.
Und anderen fehlt der Glaube, dass Schalke 04 im nächsten Jahr in der 1. Bundesliga spielen wird.

Jeder von uns kennt Situationen, in denen wir etwas nicht glauben konnten und gesagt oder gedacht haben: „Das glaub ich jetzt nicht!“

So ging es auch dem Apostel Thomas. Als der auferstandene Jesus zum ersten Mal in die Mitte seiner Jünger trat, war Thomas nicht da. Das Wunder der Auferstehung kannte er nur vom Hören-Sagen. Er konnte es nicht glauben. Erst wenn er die Wunden Jesu selber berühren könne, könne er begreifen und glauben, dass Jesus auferstanden sei.

So geht es vielen, die nicht glauben können. Erst wenn wir etwas sehen, berühren, fühlen können, etwas mit unseren Sinnen erfahren, dann können wir es begreifen, akzeptieren und glauben.

Etwas, was wir auch nicht fassen und sehen können ist die Liebe. Und trotzdem glauben wir daran.

Sehen, fühlen, riechen und greifen kann ich nur Zeichen der Liebe: eine Rose zum Beispiel. Oder die Liebe löst etwas in mir aus: das Herz fängt an wild zu klopfen, Schmetterlinge fliegen im Bauch herum, die Gesichtsfarbe färbt sich rot, es fühlt sich gut an, man schwebt auf Wolke 7.

Die LIEBE an sich können wir nicht begreifen wie Thomas die Wunden Jesu und doch glauben wir an die LIEBE. Wir wissen, dass es sie gibt, dass sie uns gut tut und dass sie lebensnotwendig ist.

Gott schenkt uns diese Liebe, aus ihm geht sie hervor.
Als Jesus am Kreuz stirbt, gibt er für uns sein Leben her. Mit seinem Tod nimmt er uns die Angst vor dem Tod und öffnet uns den Weg zu Gott. Jesus opfert sich für uns, in dem er das Wertvollste, das er besitzt, hergibt. Kann es eine größere Liebe geben?

Auch wenn uns der Glaube an Gott schwerfällt und uns Zweifel plagen, dürfen wir gewiss sein, dass wir von ihm geliebt werden!

GOTT ist LIEBE!

Ihr Frank Schien, Gemeindereferent


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